Presseerklärung des Umweltbundesamtes vom 21.05.2019 zum Thema Mehrwegbecher
1. Mehrwegbecher der Hochschule Darmstadt:
Der Becher ist das Ergebnis einer zweijährigen Forschung der Hochschule Darmstadt (HDA), jetzt wurde der Prototyp am Fachbereich Gestaltung auf der Mathildenhöhe vorgestellt.
Die Idee des Projekts „Darmstädter Weg“ kam 2016 im Rahmen einer Ringvorlesung zu nachhaltiger Entwicklung auf: Studentinnen der HDA wollten die Umweltbelastung durch Einweg-Pappbecher reduzieren – allein in Darmstadt werden jährlich fünf Millionen Becher entsorgt. Besonders problematisch ist dabei, dass sie innen mit Kunststoff überzogen sind, der sich nicht recyceln lässt.
Mit der Idee eines wiederverwendbaren, umweltfreundlichen Trinkgefäßes konnten die Studentinnen auch Oberbürgermeister Jochen Partsch für sich gewinnen. Darüber hinaus sind die Unternehmen Heag, EAD und Darmstadt Citymarketing am Projekt beteiligt.
Den Becher selbst soll es künftig in zwei Varianten geben: Neben dem Becher aus robustem Kunststoff Polypropylen ist auch einer aus Keramik geplant. Ein Modell aus Polypropylen kann dann auch nach dem Ende seiner Verwendbarkeit zu einem neuen Mehrwegbecher geformt werden, das Material der Keramikbecher ist etwa im Straßenbau einsetzbar.
Darüber hinaus wurde ein wiederverwendbarer Deckel entwickelt, der mit beiden Varianten kombinierbar ist. Auch dadurch soll Plastikmüll reduziert werden. „Realistisch ist, dass wir durch die neuen Becher etwa 20 Prozent des Mülls durch Einweg-Becher einsparen“, erklärt Philipps weiter. Für Darmstadt wären das rund zwölf Tonnen weniger Abfall im Jahr.
Um die umweltfreundlichen Behälter zu etablieren, wurde parallel ein Pfandsystem entwickelt. Dabei kauft der Kunde einmalig einen Becher, den er danach bei allen teilnehmenden Anbietern verwenden kann. Ist der Becher benutzt, kann er ihn auch beim Anbieter zurückgeben und erhält entweder einen frischen oder eine Pfandmarke. „Wir haben auch daran gedacht, die Pfandmarke als App anzubieten“, erzählt Daniel Pfeffer von der Heag. Er ist Projektleiter der Unternehmensentwicklung und schätzt den Preis eines Bechers auf etwa fünf Euro. „Damit können wir gewährleisten, dass der Becher auch für Cafés und andere Anbieter wirtschaftlich sinnvoll ist“, so Pfeffer. „Außerdem wird er dann nicht vergessen oder weggeworfen.“
Ab 2019 sollen die Mehrweg-Becher dann auf den Markt kommen. Zudem will die HDA weitere Daten sammeln und das Projekt weiterhin begleiten. So soll auch die Belastbarkeit der Behälter erforscht werden.
2. Määhwegbecher:
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat im Oktober die Kampagne „Mehrweg. Mach mit!“ gestartet. Die Idee dahinter ist, dass jeder mit der Nutzung von Mehrwegflaschen und -bechern zum Klimaschützer werden kann. Seither sagen immer mehr Städte und Landkreise Einwegbechern den Kampf an. Auch der ZAW des LaDaDi unterstützt die Initiative und bietet jetzt den „Määhwegbecher“ to go an.
Der Name „Määhwegbecher“ wurde übrigens als Sieger eines vom ZAW ausgelobten Ideenwettbewerbs ausgewählt. Der Vorschlag stammt von drei Freundinnen aus Griesheim: Anna und Kathrina Knutsen sowie Ann-Kathrin Zier. Peter Ditter aus Groß-Umstadt hatte die Idee für den Spruch „Nicht ohne meinen Becher“, der die Rückseite ziert.
Der spülmaschinenfeste und mikrowellengeeignete „Määhwegbecher“ besteht aus Hartkunststoff und umfasst 0,4 Liter Flüssigkeit. Auch heiße Getränke über 70 Grad kann der Becher problemlos verkraften. Der Deckel aus Kautschuk hat eine wiederverschließbare und auslaufsichere Lasche.
Zu haben ist der umweltfreundliche Becher für 4 Euro, entweder direkt beim ZAW oder bei den Stadt- und Gemeindeverwaltungen im LaDaDi.
Kontakt beim ZAW:
Frau Funck, Roßdörfer Str. 106, 64409 Messel, Tel. 06159 91 60 144
3. Kaffeebecher aus Kaffeesatz:
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Darmstadt
Railslide – Ludwigspassage 1, 64283 Darmstadt
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